Die Freie Markgrafschaft Oschenheim


Zum Geleit:

Ehemals war die Freie Mark Oschenheim ein Teil des Landes Wenzingens und wenn wir uns die Geschichte dieser Mark anschauen wollen müssen wir uns zuerst nach Wenzingen begeben.
Lange bevor sich Aymarus von der Oschenfurth mit dem Herzog von Wenzingen über die Unabhängigkeit seiner Mark stritt, lange bevor es zur Schlacht in Nimrod kam, lange bevor sich der üble Busack über Oschenheim hermachte und Wenzingen mit Bürgerkrieg überzog, ja sogar lange bevor unser guter Herr Tilman seine vielen Heldentaten vollbrachte, wandte sich der Herr Wilfried von der Oschenfurth, ausgeschickt vom damaligen Herzog und bestallt mit einer Schenkungsurkunde, die uns nun die Freiheit brachte, gen Nordwesten um Land hinter dem Damensee urbar zu machen und somit unsere geliebte Mark zu gründen.
Und so findet Ihr, geschätzter Leser, Euch nun in Oschenheim wieder, der Hauptstadt der Freien Mark Oschenheim um diese Zeilen hier zu lesen. Möge der Eyne Euch auf Eueren Wegen geleiten und mögen diese Bücher Euer Wissen mehren.

 


Karte der Mark Oschenheim (anklicken zum Vergrößern)

 

Die Landesteile:

Die Freie Markgrafschaft Oschenheim ist in drei Vogteien aufgeteilt: Oschenheim, Steinheim und Diez. Oschenheim als Stammmark wurde bereits 585 (nach Wenzinger Zeitrechnung) zur Markgrafschaft erhoben und stellt heute noch das Herzstück des Landes dar. Steinheim und Diez wurden nach dem Busackischen Bürgerkrieg an Oschenheim angegliedert und sind heute voll integriert. Die Markgrafschaft Oschenheim wurde 111 n.H.E. unabhängig und löste sich von Wenzingen.

Die Vogtei Oschenheim

Wappen der Vogtei und Stadt Oschenheim

Für den eiligen Leser:

Einwohner: 15959 Menschen
Lehnsherr: Markgraf Aymarus von der Oschenfurth
Vogt: Freiherr Bartholomäus von der Eberesch
Vogteisitz: Oschenheim (Regierungssitz und Hauptstadt der Mark) (14976)
Weitere Ortschaften: Uffenheim (492), Weiersbach (253), Nimrod (48), Nimhuscheid (112), Schutz (78)
Burgen, Grenzwachten, Schlösser,: Grenzwacht Weiersfurth, Grenzwacht Wolkenstein, Grenzwacht Steinheim, Grenzwacht Bärenklamm, Gut Oschenfurth, Stadthaus derer von der Oschenfurth, Oschenheimer Rathaus
Landschaften: Uffenheimer Forst, Bärenbuckel, Steinheimer Heide.
Religion: Ceridentum

Allgemein:

Mit knapp 16000 Einwohnern stellt die Vogtei Oschenheim das Herzstück der Mark dar. Neben der Hauptstadt Oschenheim mit 14976 Einwohnern, umfaßt das Gebiet noch das Dorf Uffenheim mit 492 Einwohnern und die Weiler Weiersbach mit 253 Einwohnern, Nimrod mit 48 Einwohnern, Schutz mit 78 Einwohnern und Nimhuscheid mit 112 Einwohnern.
Die Vogtei stellt nicht nur geographisch das Herz des Landes dar sondern auch wirtschaftlich. Mit der in der Hauptstadt angesiedelten Oschenheimer Markenbank, den vielen Handelshäusern, darunter auch das Handelshaus Oschenfurth, ist die Vogtei der Dreh und Angelpunkt für die oschenheimer Wirtschaft und hat sich neben der Ausfuhr und Produktion des Oschenheimer Tuches, einem robusten Stoff für Kleider, auch auf Geldgeschäfte sowie Ein- und Ausfuhr der verschiedensten Fertigwaren spezialisiert.

Klima und Landschaft:

Gekennzeichnet ist die Landschaft der Vogtei durch den typischen Wechsel von Heide und Waldgebieten. Durchzogen wird das Land von der Weier an deren Ufern die meisten Ansiedlungen liegen, bis auf Nimrod das sich an den Rand des Uffenheimer Forstes anschmiegt.
Die Winter sind zumeist recht kalt und schneereich, wobei die Weier an manchen Stellen total zufriert und somit die Grundlage des alljährlich stattfindenden Oschenheimer Eisrennens bietet. Herbst und Frühjahr sind zumeist regenreich und die Sommer kurz und warm aber nicht zu heiß.
In großen Teilen der Vogtei weiden Herden von Oschenheimer Wollschecken, die hier beheimatete Schafsrasse. In den dichten Nadel und Mischwäldern findet man allerlei Heilkräuter und eine reiche Auswahl an Pilzen. Auch sind diese Gebiete recht wildreich und bieten einen guten Holzbestand. Im Norden wird die Vogtei von den Ausläufern des Bärenbuckels begrenzt, einem hohen, kaum zu bezwingenden Gebirge, welches einige Erzvorkommen bietet. Im Süden-Westen schließt sich die Vogtei Diez an und im Süden und Westen grenzt das Land an Wenzingen. Im Osten bildet schließlich die Vogtei Steinheim die Grenze.

Die Grenzfesten oder Grenzwachten:

Die Vogtei Oschenheim wird durch vier Grenzwachten flankiert. Diese Grenzfesten oder -wachten, stellen die Hauptverteidigungsanlagen der Vogtei und Mark dar. Jedoch sind sie auch Zoll- und Weghäuser, Raststationen und Herbergen für Reisende. Hier kann man sowohl Schutz vor den Herbststürmen finden wie auch eine Schlafstätte für die Nacht oder aber auch eine Zelle in dem, zu jeder Wacht gehörendem, Wachturm. Eine Grenzwacht besteht aus dem schon erwähnten Wachturm an den zumeist die Wachstube und das Zoll- und Zeughaus angrenzt. Hinzu kommen eine kleine Herberge für Reisende, die Unterkunft der Landsknechte, einem Stall und einem kleinen Gemüsegarten. Alles ist umgeben mit einer Mauer mit Wehrgang. Die Institution der Grenzwachten wurde von Goddert von der Oschenfurth, der auch den zweiten Ausbau des Gutes derer von der Oschenfurth anordnete, ins Leben gerufen.

Ortschaften:

Oschenheim (Hauptstadt, Vogteisitz, Regierungssitz):

Die Stadt im Herzen der Vogtei wurde 399 (nach Wenzinger Zeitrechnung) von Wilfried von der Oschenfurth am Ufer der Weier gegründet. Als kleiner Außenposten und Zwischenstation zu den wenzinger Salzminen im Westen wuchs der Ort recht schnell an und zählt heute an die 16000 Köpfe.
Nachdem der Ort 575 (n.W.Z.) die Stadtrechte erhielt und 585 (n.W.Z.) zur Markgrafschaft und somit die Verwaltung der Dörfer Uffenheim, Weiersbach, Nimrod und Schutz erhielt, begann man mit dem Bau einer Stadtmauer, eines Stadtgrabens und der Errichtung einer Markfeste. Als Reisender kann man nunmehr Oschenheim durch ein Nord und Südtor betreten. Beide Tore sind mit einer Zugbrücke und einem schweren Eichentor versehen, das nach Einbruch der Dunkelheit stets verschlossen ist. An jedem der Tore befindet sich neben dem Torhaus, eine Wachstube und ein Zollhaus. Die Tore sind beide mit jeweils zwei kleinen Türmen versehen und besitzen wie die ganze übrige Mauer auch einen Wehrgang mit Schießscharten. Nachdem man eines der beiden Tore passiert hat gelangt man über die breite, gepflasterte Hauptstraße, der Oschenfurth auf den Markplatz des Ortes, auf dem zweimal wöchentlich der Oschenheimer Wochenmarkt und einmal im Monat der große Oschenheimer Monatsmarkt stattfindet. Um den Marktplatz herum haben sich zahlreiche Wirtshäuser und Herbergen angesiedelt und an dessen Ostseite erhebt sich der majestätische Oschenheimer Dom mit seinen beiden fast 160 Meter hohen Zwillingstürmen. So kann der müde Reisende hier neben geistigem Beistand, zum Beispiel im "Goldenen Hahn", im "Roten Stier" oder im "Müden Wanderer" einkehren. Vom Marktplatz aus gehen die Weberstraße und die Ratsstraße ab. Wobei die erste, vorbei an den kleinen und größeren Werkstätten der Weber, Färber und Schneider, zum Gildenviertel führt und die zweite, vorbei an Geschäften für diverse Luxusartikel und gehobenere Gaststädten zum Rathaus der Stadt führt. Die Metzger und Fleischer haben sich im Rotviertel im Südosten, unweit der Stadtmauer niedergelassen. Hier findet man auch die etwas ärmeren Schichten der Bevölkerung, da die Wohnungen wegen dem immerwährenden Gestank von Gedärmen und Blut hier recht billig sind. Nordwesten der Stadt haben sich die Bäcker, Konditoren, Müller und direkt neben der Weberstraße die Mitglieder der diversen Stoffgilden niedergelassen.
Im Südwesten befindet sich die Garnison der Stadtbüttel und das, man mag's kaum glauben, Amüsierviertel der Stadt. Obwohl viele Herbergen und Wirtshäuser sich um den Marktplatz drängen, geht doch der echte Oschenheimer hier ins "Bütteleck", weil es hier wesentlich billiger ist und die Schenken am Marktplatz eh nur für Reisende gemacht sind und natürlich weil es hier auch das ein oder andere leichte Mädchen gibt.
Im Nordosten letztendlich liegt das Viertel der Oberen. Hier haben die reichen Kaufleute und Wollhändler ihre Kontore und ihre Wohnhäuser, was meist eins ist. Hier ist auch der Sitz der Oschenheimer Markenbank, des markgräflichen Handelshauses und der Stadtresidenz seiner Hoheit . Wer in Oschenheim was auf sich hält hat hier einen Laden oder seine Wohnung.

Zeittafel Oschenheims (nach Wenzinger Zeitrechnung):

399 Gründung durch Wilfried von der Oschenfurth
402 100 Einwohner
420 500 Einwohner
520 Die Weier tritt nach heftigen Regenfällen über die Ufer, der ursprüngliche Stadtrand wird hinter das Schwemmland verlegt. Im Schwemmland entsteht eine blühende Landwirtschaft.
550 1000 Einwohner
575 Erteilung der Marktrechte, erster großer Oschenheimer Monatsmarkt
578 Erteilung der Stadtrechte
585 Erhebung zur Markgrafschaft
586 Stadtmauer Bau
590 Gut Oschenfurth wird zur Markfeste ausgebaut
598 Aufstand der Wollhändler aufgrund zu hoher Zölle, bewaffnete Übergriffe, Monatsmarkt findet für über ein Jahr nicht mehr statt.
599 Herstellung der Ordnung durch Jasper von der Oschenfurth. Ausrufung des Oschenheimer Markfriedens. Monatsmarkt wird wieder abgehalten
620 Großes Feuer beim Oschenheimer Monatsmarkt, 20 Menschen kommen ums Leben, der 13. Oktober wird zum Trauertag ausgerufen.
650 Machtergreifung durch Walter Zinsberg, einem reichen Wollhändler der Stadt, auf dessen Konto der Mord an Goddert von der Oschenfurth geht. Bruch des Markfriedens. Ausnahmezustand in der Markgrafschaft, markgräfliche Familie darunter Jonathan von der Oschenfurth, Sohn und rechtmäßiger Thronerbe, flieht ins Exil nach Busack.
651 Sturz von Walter Zinsberg durch Jonathan von der Oschenfurth, Wiederherstellung des Markfriedens
700 5000 Einwohner
734 Zweites großes Feuer beim Oschenheimer Monatsmarkt, der 04. August wird zum Trauertag ausgerufen.
824 Zweiter Aufstand der Wollhändler, diesmal unterstützt durch die Färbergilde und die reichen Kaufleute der Stadt. Petrus von der Oschenfurth übergibt ohne Kampf die Stadt, stirbt jedoch bei nachfolgenden Unruhen. Erneuter Bruch des Markfriedens.
825 Janus von der Oschenfurth stellt nach zähen Verhandlungen den Markfrieden zu. Zollfreiheit für die Einfuhr von Rohwolle und Farbstoffe vereinbart. Kaufleute und Händler erhalten den Februar eines jeden Jahres als steuerfreien Monat.
878 300 Jahre Oschenheimer Monatsmarkt, Besuch des wenzinger Königs, eine Woche Feierlichkeiten
910 Aufdeckung des Zinsberg Komplotts, erneut versuchte ein Zinsberg, diesmal Matthias von Zinsberg, den Markgrafen zu stürzen und die Herrschaft an sich zu reisen. Ausweisung der Zinsbergs aus der Markgrafschaft. 10000 Einwohner
957 Johann von der Oschenfurth wird Markgraf.
997 Besetzung der Stadt durch busackische Truppen, Gefangennahme von Johann von der Oschenfurth, markgräfliche Familie flieht nach Kahlendingen. Georg Zinsberg verbündet sich mit Busack und wird als Verwalter eingesetzt.
998 Befreiung von Oschenheim durch wenzinger Truppen, mit hohem Anteil oschenheimer Bürgerwehr (später Landsknechte). Georg von Zinsberg kommt auf der Flucht um. Tod von Jonathan von der Oschenfurth. Aymarus von der Oschenfurth wird Markgraf. Oschenheimer Monatsmarkt findet wieder statt.
999 Angliederung von Diez und Steinheim
1000 Schlacht von Nimrod, Unruhen im Land, Forderung nach Unabhängigkeit. Nach dem Auftauchen einer alten Schenkungsurkunde stimmt Wenzingen der Loslösung der Stammmark Oschenheim zu und das Haus Oschenfurth kauft gegen eine nicht näher bezifferte Summe Diez und Steinheim. Ausrufung der Freien Markgrafschaft Oschenheim. Umstellung der Zeitrechnung auf das ceridische System (1000 n.R. = 111 n.H.E.).

Uffenheim (Dorf):

Unweit von Oschenheim liegt das Dorf Uffenheim, das mit seinen 492 Einwohner die zweitgrößte Ansiedlung der Vogtei darstellt. Gegründet wurde das Dorf 410 (n.W.Z.). Obwohl schön an der Weier gelegen konnte die Siedlung nicht mal annähernd die Größe von Oschenheim erlangen, dient jedoch vielen Reisenden und Kaufleuten als Übernachtungsmöglichkeit und Zwischenstation auf ihrem Weg nach Oschenheim. So ist es auch kein Wunder das die Haupteinnahmequelle von Uffenheim das Geschäft mit Reisenden und ihrem Bedürfnissen ist. So gibt es in dieser kleinen Siedlung 10 Schenken und Herbergen und mehrere Marketender, die alles für den Reisenden anbieten, vom Strick bis zum Zelt. In letzter Zeit ist Uffenheim wegen der schönen Lage und der doch relativen Nähe zu Oschenheim, weniger als eine Tagesreise, in der Gunst reicher Kaufleute und Handwerker enorm gestiegen und viele halten sich hier nun einen Zweit- oder Ruhesitz, wie auch die markgräfliche Familie die hier mit dem "Staudterhof", einem wunderschönen alten Gutshof, ein weiteres Domizil, gerade für die Sommermonate besitzt.

Weiersbach (Weiler):

An der Grenze der Vogtei und nördlich von Oschenheim liegt das 582 (n.W.Z.) gegründete Weiersbach. Es stellt mit seinen 253 Einwohnern das Größte der 3 Weiler innerhalb der Vogtei dar. Durch die günstige Lage im Schwemmland der Weier ist der Weiler ein wichtiger Lieferant für Korn und sonstige landwirtschaftliche Erzeugnisse innerhalb der Vogtei und der Freien Mark.

Nimrod (Weiler):

Nimrod wurde 620 (n.W.Z.) gegründet und hat heute knapp 48 Einwohner. Südlich von Oschenheim gelegen schmiegt es sich sanft an den Rand eines der dortigen Wälder. Die Einwohner sind zumeist Holzfäller und deren Familien. Allerdings gibt es auch einige Bauern und Jäger. Hier fand auch im Frühjahr des Jahres 111 nach Hilari Erleuchtung (neue Oschenheimer Zeitrechnung) die Schlacht zu Nimrod statt, in der nach diversen Ausschreitungen und Provokationen sich die Dorfbevölkerung unterstützt von markgräflichen Landsknechten gegen ausländische Störenfriede wandte und diese schlug. Diese Schlacht war der ausschlaggebenden Wendepunkt für die Freiheitsbestrebungen der Mark.

Nimhuscheid (Weiler):

Ehemals eine Ansiedlung von lediglich 3 Bauernhöfen, dann eine Flüchtlingssiedlung und nun eine echte Oschenheimer Gemeinde blickt Nimhuscheid auf eine bewegte Vergangenheit zurück. Obwohl schon 745 (n.W.Z.) gegründet, ist es erst nach dem Busackischen Krieg durch eine Welle von Flüchtlingen die sich hier niederließen und den ceridischen Glauben annahmen, auf die jetzige Größe von 112 Köpfen angewachsen. Davon sind mehr als 2/3 ehemalige Flüchtlinge. Gelegen ist die kleine Ortschaft unweit von Weiersbach.

Schutz (Weiler): Schutz ist eigentlich mehr eine Ansiedlung von Schafzüchtern als eine richtige Gemeinde. Seine 78 Einwohner sind dann auch zumeist Schafzüchter oder Familienmitglieder von Schafzüchtern. Es ist der Hauptlieferant der Wolle aus der das berühmte Oschenheimer Tuch hergestellt wird.


Die Vogtei Steinheim

Wappen der Vogtei und des Dorfes Steinheim

Für den eiligen Leser:

Einwohner: 860 Menschen
Lehnsherr: Markgraf Aymarus von der Oschenfurth
Vogt: Freiherr Wilhelm von Staufenberg
Vogteisitz: Steinheim (623)
Weitere Ortschaften: Kaschenbach (184), Lämmershofen (53)
Burgen, Grenzwachten, Schlösser: Vogthaus Steinheim
Landschaften: Kaschenbacher Moor, Bärenbuckel, Steinheimer Heide, Uffenheimer Forst
Religion: Ceridentum

Allgemein:

Mit insgesamt 860 Einwohnern stellt Steinheim die kleinste Vogtei der Mark dar. Neben Steinheim, einem kleinen Dorf und gleichzeitig Vogtsitz, gibt es in dem weitläufigen Heidegebiet noch zwei weitere kleine Ansiedlungen, Kaschenbach und Lämmershofen. Die Haupteinnahmequelle der Vogtei ist der Steinheimer Steinbruch und zu einem kleinen Teil auch die Lämmershofer Wollwirtschaft. Vogteisitz der Mark ist Steinheim, bzw. das kleine Wehrgehöft im Osten der Stadt. Die ehemalige Mark Steinheim wurde 999 (n.W.Z.) der Mark Oschenheim angegliedert und somit zur Vogtei Steinheim.

Klima und Landschaft:

Die Vogtei Steinheim ist typisch für diese Gegend. Das Klima ist rau mit harten, schneereichen Wintern, kurzen Sommern und einem regenreichen Sommer und Frühling. Große Gebiete der Vogtei sind mit Heidekraut bedeckt und sind hervorragende Weidegründe. Im Süden gibt es einige, kleinere Waldgebiete mit gutem Holzbestand und der Uffenheimer Forst zieht sich im Nordwesten bis in die Vogtei hinein. Die typische Tierrasse Steinheims sind wieder einmal Schafe. Steinheimer Heidschnucken durchziehen die südlichen Heidegebiete und im Norden gibt es mehrere Herden von wilden Bärenböcken, einer Rasse von Wildschafen Die Westgrenze zur Vogtei Oschenheim bildet der Kaschenbach. Der Norden ist, wie auch in der Vogtei Oschenheim, von den Ausläufern des Bärenbuckels begrenzt und der Osten schließt an Wenzingen an.

Steinheim (Dorf, Vogteisitz):

Gegründet 420 (n.W.Z.), beherbergt der kleine Ort nun um die 623 Einwohner, von denen die meisten im nahegelegenen Steinbruch beschäftigt sind. Der nahe gelegene Steinbruch ist nicht nur Hauptarbeitgeber des Ortes sondern verhalf Steinheim auch zu einem bescheidenen Wohlstand. Steinheim liegt inmitten eines großen Heidegebiet das vorzügliches Weideland für Schafe bietet. Trotz seiner schönen Lage in diesem wirtschaftlich ertragreichen Gebiet ist das Leben in Steinheim nicht unbedingt eines der Leichtesten. Das Klima der Gegend ist hart und rau und die Arbeit im Steinbruch zehrt oftmals an der Gesundheit der Menschen. Trotzdem würde nie ein Steinheimer seine Heimat verlassen und somit stehen sie der Sturheit mancher Oschenheimer in nichts nach.

Kaschenbach (Weiler):

Gegründet wurde Kaschenbach 523 (n.W.Z.). Der kleine Ort wuchs schnell auf seine heute 184 Köpfe zählenden Einwohnerschaft an, was wohl auch an der günstigen Lage am gleichnamigen Kaschenbach liegt. Die Haupteinnahmequelle des Weilers ist die Schafzucht und eine bescheidene Landwirtschaft in den Schwemmgebieten des Kaschenbachs.

Lämmershofen (Weiler):

Das Nest Lämmershofen ist die kleinste Ansiedlung Vogtei. Zwar ist der Ort beileibe nicht groß aber seine Einwohner sind Experten in Sachen Schafzucht und obwohl gerade mal 53 Einwohner Lämmershofen ihre Heimat nennen, weiden doch 642 Schafe in der umliegenden Heide.


Die Vogtei Diez

Wappen der Vogtei und Stadt Diezenbach


Für den eiligen Leser:

Einwohner: 3654 Menschen
Lehnsherr: Markgraf Aymarus von der Oschenfurth
Vogt: Zur Zeit ohne Vogt unter markgräflicher Direktverwaltung
Vogteisitz: Diez (3142)
Weitere Ortschaften: Tondorf (251), Esch (180), Aar (81)
Burgen, Grenzwachten, Schlösser: Schloss Diez, Schloss Weidmannshausen, Escher Mühle
Landschaften: Diezer Forst, Tondorfer Gruben, Escher Weinhänge
Religion: Ceridentum

Allgemein:

Mit 3624 Einwohnern ist die Vogtei Diez die zweitgrößte Vogtei der Freien Mark Oschenheim. Neben der eigentlichen Stadt Diez mit 3142 Einwohnern, gehören noch das Dorf Tondorf mit 251 Einwohnern und die Weiler Esch mit 180 und Aar mit 81 Einwohnern, zu diesem Regierungsbezirk der Mark. Mit dem Diezer Forst und den Tondorfer Tongruben stellt Diez die zweite Stütze der Oschenheimer Wirtschaft dar und mit Schloss Diez und dem neuerbauten Jagdschloss Weidmannshausen, befinden sich hier auch weitere Sitze der Familie Oschenfurth.

Klima und Landschaft:

Ist Steinheim geprägt von der Heide und Oschenheim durch die großen Waldgebiete so ist das typische Merkmal für Diez die weitläufigen Wiesen und Auen, die im Süden vom Diezer Forst begrenzt werden und die ihr Wasser von der Esch erhalten. Die Winter sind hier nicht so kalt wie in Oschenheim oder Steinheim und die Esch ist nur selten zugefroren. Die Sommer sind weniger regenreich aber immer noch genügend um oftmals für mehrere Wochen die Wiesen unter Wasser zu setzen und dann kleine Seen inmitten eines grünen Meers zu schaffen. Im Norden, Westen und Süden grenzt die Vogtei an Wenzingen und im Osten an die Vogtei Oschenheim.

Diez (Kleinstadt, Vogteisitz):

Diez wurde 346 (n.W.Z.) am Ufer der Esch gegründet. Zuerst war es nicht mehr als eine kleine Siedlung rund um die im gleichen Jahr gegründete Burg Diez, die von der Versorgung der Burgherren mehr schlecht als recht lebte. Nachdem 500 (n.W.Z.) Diez und das Umland mit den Weilern Esch und Tondorf, zur Vogtei, der damaligen wenzinger Baronie Busack, zusammengefasst wurde, wuchs es an Bedeutung. Nicht zuletzt weil Burg Diez nun zum Schloss umgebaut wurde und nach Fertigstellung von den Herren von Busack als Sommersitz genutzt wurde. Auch führte der nun erfolgte Anschluss der Tondorfer Gruben zum wirtschaftlichen Aufschwung, da sich Diez nun auf die Herstellung von Geschirr und Gebrauchsgegenständen aus Ton spezialisierte. Als Vogtsitz wurde Diez 502 (n.W.Z.) zur Stadt erklärt und erhielt 503 (n.W.Z.) die Marktrechte. Wenn man heute in die mittlerweile 3142 Köpfe zählende Stadt reist, kommt man in eine Stadt die an zwei Ufern liegt, Neudiez und Altdiez. Altdiez entstand aus der ehemaligen Siedlung um die Burg Diez und beherbergt heute noch die meisten Handwerkerläden die zur Versorgung des Schlosses notwendig sind. Neudiez erreicht man über die Diezerfurth einer Brücke die 672 (n.W.Z.) über die Esch gebaut wurde und somit die Besiedlung des gegenüberliegenden Ufers ermöglichte. In der neuentstandenen Siedlung ließen sich bald die Handwerker des neuen Tongewerbes nieder und die immer reicher werdenden Kaufleute bauten sich hier ihre Kontore und Wohnungen. Diez ist nicht wie Oschenheim in verschiedene Viertel unterteilt, sondern jeder der Stadtteile ist eine kleine Siedlung für sich. So hat Alt- wie Neudiez einen Marktplatz mit Schenken und Herbergen, die natürlich in Altdiez viel besser sind wie in Neudiez, da sie ja viel älter sind und die Wirte viel dicker. Allerdings sagen die Neudiezer das auch von sich und so wundert es nicht das sich im Laufe der Zeit daraus ein Wettkampf entwickelt hat und natürlich auch ein Lokalpatriotismus auf beiden Seiten. Und so wurde dann 892 (n.W.Z.) zum ersten Mal das Diezer Fassrollen ausgetragen. Bei diesem Wettkampf geht es darum, dass die Teilnehmer, alles Wirte, sich an den gegenüberliegenden Enden der Diezer Furth aufstellen. Nun bekommt jeder der Teilnehmer ein volles Bierfass und muss dies möglichst schnell auf die andere Seite bringen. Ob er es dabei rollt oder trägt ist egal, jedoch versucht dabei die gegnerische Mannschaft zu verhindern das man sein Ziel erreicht und so passiert es immer wieder das einer der Wirte samt Fass in der Esch landet. Nachdem Wettkampf wird die Brücke mit Tischen vollgestellt und Altdiezer und Neudiezer sitzen zusammen an der großen Tafel und feiern bis ins Morgengrauen. Doch nicht nur das Diezer Fassrollen gehört zu den alljährlichen Höhepunkten der Stadt, auch der Eschsprung ist immer wieder ein Erlebnis. Hierbei versammeln sich alle nicht verheirateten Männer und Frauen am Neudiezer Ufer und springen in die Esch. Wer am weitesten kommt hat gewonnen. Der Sprung wird jedoch von mal zu mal schwieriger da nach jedem Sprung ein Humpen Bier zu leeren ist.


Zeittafel Diez (nach Wenzinger Zeitrechnung):


346 Gründung durch Alfred von Esch. Bau der Burg Diez.
366 100 Einwohner.
390 Fertigstellung der Burg Diez.
402 500 Einwohner.
500 Zusammenlegung mit Tondorf und Esch zur Vogtei Diez. Beginn der Umbauarbeiten an Burg Diez zum Schloss Diez.
502 Erteilung der Stadtrechte.
503 Erteilung der Marktrechte.
564 Fertigstellung des Schloss Diez.
580 1000 Einwohner.
672 Baubeginn der Diezer Furth.
676 Fertigstellung der Diezer Furth. Grundsteinlegung für Neudiez.
678 Fertigstellung des ersten neudiezer Hauses.
700 Erster Eschsprung.
820 2000 Einwohner.
892 Erstes Diezer Fassrollen.
950 Diezer Tonstreik. Die Diezer Bevölkerung lehnt sich gegen zu hohe Steuern auf und boykottiert den Tonhandel nach Busack (Wenzingen). Noch im selben Jahr erfolgt die blutige Niederschlagung des Streikes durch die Busacker Herren.
997 Beginn des Busack - Krieges.
998 Besetzung Diezs und der umliegenden Dörfer durch königlich - wenzinger Truppen. Diez feiert die Befreiung aus dem busackischen Joch.
999 Die Vogtei Diez wird der jetzigen Freien Markgrafschaft Oschenheim angegliedert.


Tondorf (Dorf):

Gegründet wurde Tondorf 410 (n.W.Z.) als Arbeiterlager für die Arbeiter in den nahegelegenen Tongruben. Schnell jedoch merkte man das ein richtiges Dorf wesentlich effektiver ist und so wurde zuerst eine Schmiede gebaut, dann ein Wirtshaus und so weiter bis 500 (n.W.Z.) Tondorf in die neu entstandene Vogtei Diez eingegliedert und zum Dorf erklärt wurde. Tondorf wuchs stetig, sowohl an Einwohnern wie auch an Bedeutung für die Versorgung mit dem Grundstoff Ton. Heute zählt Tondorf 251 Köpfe und ist immer noch der wichtigste Lieferant für Ton in der näheren Umgebung.

Esch (Weiler):

Esch war vor der Gründung Diez und der Vogteireform Sitz des Vogtes, der in der Escher Mühle residierte. Wohl währen es die Escher heute noch gerne doch entwickelte sich nicht viel in Esch seit seiner Gründung 340 (n.W.Z.). Obwohl der damalige Vogt Esch als seinen Sitz wählte, verlor es an Bedeutung nachdem die Burg Diez fertig gestellt war. Es ist als ob ganz Esch eingeschlafen ist und deshalb ist man in der ganzen Vogtei der einhelligen Meinung das sich in Esch Fuchs und Hase gute Nacht sagen. Das Einzige für was Esch noch bekannt ist, außer das dort nichts los ist, ist der Eschenschnaps. Und so sagt man auch das Esch nicht eingeschlafen ist, sondern sturzbesoffen. Esch zählt 180 Einwohner.

Aar (Weiler):

Aar wurde 476 (n.W.Z.) am Ufer des Esch gegründet. Es diente hauptsächlich als Wegepunkt zwischen Tondorf und Diez und hat auch heute noch diese Funktion. In Aar gibt es außer einigen Bauernhöfen und ein paar Tavernen nicht viel. Und so ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass fast alle Bewohner von Aar mit einander verwandt oder zumindest mit einander verschwägert sind. Aar zählt 81 Einwohner.


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