Der Oschenheimer Kurier
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OSCHENHEIMER KURIER - AUSGABE AUGUST 111 n.H.E.
Markgraf wieder zu Hause!
Oschenheim:
Unsere geliebte Herrscherfamilie weilt wieder in unseren Landen.
Seine Hochwohlgeboren ist vor wenigen Tagen, zusammen mit seiner Schwester,
wieder von ihrer Reise nach Friedland und Aturien zurückgekehrt.
Beide erfreuen sich bester Gesundheit und wie ein Sprecher des Hauses
verlauten lies, will sich unser geliebter Landesherr auch schon bald
wieder den Geschäften widmen. Willkommen zu Hause!
Flüchtlingssituation wird immer schlimmer.
Oschenheim / Uffenheim:
Obwohl die Pest in Friedland nun gänzlich überwunden ist,
strömen immer noch zahlreiche Flüchtlinge ins Land.
Insbesonders die Zahl der geflüchteten Wolkowen wird immer höher.
Schon längst ist aus der kleinen Flüchtlingssiedlung vor den Toren
unserer Hauptstadt, eine eigenes Viertel geworden.
Leider ist auch die Zahl der Verbrechen in diesem Viertel sprunghaft
angestiegen, so daß sich seine Hochwohlgeboren gezwungen sah einen Erlaß
zu beschließen, der allen Wolkowen das Erwerben und, oder Herstellen von
Waffen jeglicher Art vorübergehend verbietet.
Seine Hochwohlgeboren bekräftigte, daß dieser Erlaß keine
Diskriminierung darstellen soll, sondern lediglich zur Sicherheit
und Verminderung der Verbrechensrate dienen soll.
Auch bekräftigte er noch einmal, das sämtliche Wolkowen
herzlich willkommen sind bei uns und wir unsere Schwestern und Brüder
im Geiste der Nächstenliebe und des wahren Glaubens,
mit offenen Armen aufnehmen.
Markgraf legt Grundstein für neue St. Wladislaw Siedlung
Oschenheim:
Aufgrund der wachsenden Anzahl ärmerer und ärmster Mitbürgern
unserer geliebten Mark, insbesondere aus den Reihen der Flüchtlinge,
hat unser geliebter Landesherr gestern vor den Toren unserer Hauptstadt,
unter Anteilnahme aller führenden Häuser der Mark,
den Grundstein für die St. Wladislaw Siedlung gelegt.
Unweit der momentanen Baracken und Notunterkünften der Flüchtlinge,
sollen nun innerhalb der nächsten Jahre mehr als 200 Wohnungen entstehen,
mit kompletter Einrichtung. Diese Wohnungen sollen bedürftigen Bürgern
und Einwohnern Oschenheims, insbesondere schuldlos verarmten Handwerkern,
wolkowischen Flüchtlingen mit der Absicht zu bleiben und Tagelöhnern,
die nicht betteln wollen, eine würdige, billig und bequeme Unterkunft
bieten. Auch sollen vorallem Familien die sonst auf der Straße stehen würden
aufgenommen werden und somit ihre Not gelindert werden. In jedem der 100
geplanten Häuser sollen 2 Wohnungen entstehen, eine im Erdgeschoß
und eine im ersten Stock. Jede dieser Wohnungen soll über eine Küche,
eine Stube, ein Schlafzimmer und eine Kammer verfügen.
Zur unteren Wohnung soll fürderhin ein kleiner Garten und ein Schuppen
gehören und zur oberen ein geräumiger Dachboden.
Auch sollen in dieser bis ins Detail, unter Mitwirkung seiner Hochwohlgeboren
selbst, geplanten Siedlung die Häuser nummeriert werden, auf das man jeden
Bewohner leicht finde. Doch nicht nur Wohnungen sollen entstehen auch soll die St. Wladislaw
Siedlung eine eigene, kleine Kirche, geweiht dem heiligen Wladislaw, und ein eigenes
Waschhaus erhalten.Seine Hochwohlgeboren betonte das diese Häuser
nicht als Almosen vergeben werden sollen, sondern das vielmehr aufgrund
der Achtung und Würde des Menschen ein Zins erhoben werden soll,
der einen Gulden pro Jahr betrage. So werde der Bewohner nicht mit
Bettlern auf eine Stufe gestellt sondern von der Gemeinschaft als
vollwertiges Mitglied anerkannt.
Weiterhin betonte seine Hochwohlgeboren,
daß ein Jeder der tatkräftig bei der Erbauung mitarbeite,
Lohn erhalte und ein Recht auf eine der dortigen Wohnungen,
so er denn ihrer bedürfe. Auf die Frage warum dies Alles,
warum ein solches Projekt, daß zuverlässigen Quellen zufolge mehr
als 20000 Gulden kosten wird, sagte seine Hochwohlgeboren folgendes:
"Wir sind uns darüber im Klaren, daß wir unser Geld und unseren
Stand nicht alleine unserer Hände Arbeit verdanken. Vielmehr
sind wir aufgrund unseres Volkes und der Gnade des Eyen in dieser Position
und sowie das Volk nach dem Willen des Eynen uns Diener ist, so sind auch
wir ein Diener des Volkes und des Eynen. Wir haben die Pflicht und den
Wunsch für unser Volk zu sorgen, für unser, und dies betone ich,
GANZES Volk. Alle unsere Untertanen sollen die Möglichkeit haben,
durch Fleiß, Mut und Willenskraft zu Wohlstand zu kommen und jeder der des
Arbeitens willens und fähig ist, soll das Recht auf eine ordentliche
Unterkunft haben. Unser Sein auf Erden ist begrenzt und unser Glanz
vergänglich und am Ende werden wir alle nackt vorm Eynen stehen
und unsere Taten werden getrennt werden in Gut und Böse,
und so hoffen wir durch diese Tat dem Eynen wohlgefällig zu sein.
Den was nützt uns unser Geld im Tode, wenn unser Volk in unserem
Leben hungert und friert...."
Mit dieser Tat hat sich unser Landesherr nicht nur einen Platz im
Jenseits verschafft, sondern auch einen Platz in unser aller Herzen.
Rübenmesse voller Erfolg!
Buntelshausen:
Die im letzten Monat abgehaltene Rübenmesse in Buntelshausen
war ein voller Erfolg. Nicht nur durch die zahlreichen Musikanten und
Gaukler die dem Ganzen einen bunten Glanz verliehen, sondern auch durch
hervoragenden Produkte, konnte Buntelshausen auf ganzer Linie überzeugen.
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