Die Hacke

Die nachfolgend beschriebene Hacke habe ich für Oschenheim 1 für meinen Charakter Ceridius Ackergärtner gebaut. Sie entstand aus der Überlegung heraus, was wohl ein stimmungsvolles Accessoire für einen Bauern sei, das sich im Bedarfsfall auch als Waffe einsetzen ließe.


Als Kern habe ich einen handelsüblichen GFK-Kernstab mit 10x12x1000mm verwendet. Da das Ganze zum Rückenschonenden Arbeiten gedacht ist, habe ich den Stab auf voller Länge gelassen. Zum Ausgleich mußte ich die Matte in zwei Stücken verarbeiten.
Die "Nase" am Kopf bildet später den Kern des Hackenblatts und ist aus Stabilitätsgründen aus einem Stück mit dem oberen Teil des Stiels gefertigt.
Die Kernstabenden habe ich jeweils mit einem Lederfinger gesichert. Am Knaufende und am Kopf habe ich seitlich Lederstücke aufgeklebt. Dies soll einerseits den Kernstab gegen Ausdringen sichern, andererseits soll das Leder am Kopf die Spitze der Hacke zusätzlich stabilisieren.
Zunächst habe ich zwei weitere Lagen Schaumstoff gleicher Größe mit dem Mittelteil verklebt. Die Teilung zwischen Kopf und Stiel habe ich dabei versetzt, um abermals die Stabilität zu verbessern. Der Rohling ist jetzt etwas über 3 cm dick, etwa 110 cm lang und am Stiel etwa 5 cm breit. Vor dem Kernstab liegen also etwa 2 cm Material.
Um die waagrechte Klinge der Hacke zu formen, habe ich dann vier weitere Lagen Schaumstoff seitlich am Kopf angeklebt, und zwar die inneren beiden bis etwa zur hinteren Schräge des Stiels und die äußeren nur neben der Spitze. Diese vier Lagen habe ich abgeschrägt, damit ein möglichst glatter Übergang vom Stiel (3 Lagen dick) zur Klinge (7 Lagen dick) ermöglicht wird. Dazwischen kam wieder eine Schicht Leder.
Zur abermaligen Verstärkung habe ich ein Leder um den gesamten Kopf und Stiel seitlich und hinten gewickelt und verklebt. Darauf habe ich dann ein weiteres Stück Schaumstoff in gleicher Weise um Stiel und Spitze geklebt. Die Spitze ist damit jetzt neun Lagen dick und um dem Stiel biegt sich eine Lage Schaumstoff. Das Ganze sieht einem auf den Stiel gesteckten Metallkopf jetzt schon recht ähnlich.
Um dem Hackenblatt eine glatte Oberfläche zu geben, habe ich jetzt jeweils ein Stück Schaumstoff quer über und unter die Spitze geklebt. Für das obere Stück habe ich dabei 1 cm starke Matte verwendet, das untere Stück ist aber nur 0.6 cm stark. Diese Stücke ragen etwas weiter als der spitz zugeschnittene Kern des Blatts, so daß die Schneide aus diesen beiden Stücken geformt wird.
Die Schneide ist jetzt 1.6 cm dick und 9-10 cm breit.
Der Rest ist Kosmetik: diverse Kanten angeschrägt, Stiel modelliert. Scharte in die Schneide geschnitten ;-)
Braun (Stiel) und Grau-Metallisch (Kopf) gelatext. Griffleder aufgeklebt.
© Ralf Hüls 2002

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